Einst schrieben SOULFLY den Song „World Scum“, ob sich daran das Tiroler Solo-Projekt GLOBAL SCUM von Manuel Harlander orientiert, kann ich nicht sagen, wenn man das Debüt „Hell Is Home“ aber näher betrachtet, würde mich das nicht wundern.


Ein Groove-Bastard der langsamen Gangart aus Death und Thrash soll es sein, was Herr Harlander hier abliefert. SOULFLY und SEPULTURA werden als Einfluss genannt und auch sonst geht man sozialkritisch vor, aber auch persönlich und sogar philosophisch. Egal ob Terrorismus („Falling Terror“), mittlerweile fast alltägliche Nachrichten („Amok“) oder eventuell selbstreflektierende Texte („Life In Chains“, „Disappionted Life“), GLOBAL SCUM geht stets heftig, groovend und dampfwalzenartig mit seinen Texten um. Man hört und spürt die Wut, die im Komponisten brodelt. Ansonsten kann man das Debüt von Manuel, der sämtliche Instrumente selbst eingespielt hat (bei den Drums bin ich mir nicht sicher, ob die aus der Dose kommen), nur schwer einordnen. So manch Death Metal Riff trifft auf thrashige Beats und Hardcore-Shouts, während die oftmals doomig langsamen Parts wieder tonnenschwer auf einem lasten. Alles schön kombiniert und mit eigenwilligen Einschüben, wie auch in „Disappointed Life“ aufgelockert. Wirklich neu ist da nichts, aber wunderbar gebracht und möglichst schnörkelfrei auf den Punkt gebracht. Kurzum: eine halbe Stunde schön in die Fresse.

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