Der Österreicher Manuel Harlander ist Alleinbetreiber des 2016 gegründeten Groove-/Death Metal-Projektes Global Scum. Bis auf das Schlagzeug, welches er programmiert, sorgt er allein für Instrumentierung und Gesang. Als Schlagzeuger bin ich immer schnell genervt von getriggertem oder programmiertem Schlagzeug. Hier fällt es aber komischerweise gar nicht ins Gewicht und klingt recht human.

Die Musik ist hörbar von neueren Sepultura, Soulfly, Cavalera Conspiracy, Ektomorf und ähnlich gepolten Bands beeinflusst, auch wenn der Gesang meist etwas höher gekreischt ist als bei seinen Vorbildern. Es klingt auch nicht so modern, dass es als Core durchgehen könnte, jedoch ist bei Old School-Fans Vorsicht geboten! Eines muss man Global Scum aber lassen: Das Debüt „Hell Is Home“ klingt immer ehrlich und authentisch. Das Album klingt wie aus einem Guss, es ist kein Lückenfüller enthalten, und für Fans der oben genannten Bands ist das hier mehr als nur hörbar. Dass Manuel Harlander hier ganz alleine musiziert, ist unglaublich und zu keiner Sekunde auszumachen. Höhepunkt des Albums ist „Disappointed Life“, welches eindrucksvoll stampfendes Midtempo und Blastbeats mit akustischen Gitarren vereint, und das sogar in sich schlüssig. Hut ab! Die Quasi-Band-Hymne „Global Scum“ beginnt ruhig und steigert sich dann, was eine gewisse Epik hat. Bei „Falling Terror“ gibt es ein paar moderne Samples, die mich persönlich etwas stören, und bei „Innerlich Faulend“ überraschenderweise auch mal einen deutschen Text, der aus dem Rahmen fällt. Das macht im Großen und Ganzen aber nichts. Hier ist für jeden etwas dabei. Ich stehe nicht sonderlich auf Groove Metal, aber alles in allem ist das hier echt gut!

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Daniel Müller

Quelle: http://www.crossfire-metal.de/18260-0-GLOBAL-SCUM–HELL-IS-HOME.html

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